Das JAR – ein Lieblingsprojekt

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Seit 2012 arbeite ich als Assistant Editor (das entspricht ungefähr einer Redakteurin) für das Journal of Apicultural Research (JAR). Das JAR ist eine Zeitschrift der IBRA und spezialisiert auf Bienenforschung. Wissenschaftler aus aller Welt haben die Möglichkeit, hier die Ergebnisse ihrer Forschung zu veröffentlichen. Die Zeitschrift ist „peer reviewed“, das heisst, jeder eingereichte Artikel wird zur Bewertung und Überprüfung an Experten im jeweiligen Fachgebiet geschickt, die ein Gutachten schreiben. Die Autoren sind dann gehalten, sich zur Kritik der Gutachter zu äussern und ihren Artikel entsprechend anzupassen. Erst nach diesem Begutachtungsprozess kann ein Artikel veröffentlicht werden. Meine Aufgabe ist die Koordination und Durchführung dieses Prozesses. Ich stehe in regem Kontakt mit Autoren und Gutachtern.

Viele der Wissenschaftler, mit denen ich regelmässig zusammen arbeite, kenne ich aus der Zeit, in der ich selbst in der Forschung tätig war. Andere habe ich über meine Arbeit als Assistant Editor kennen gelernt. Mittlerweile habe ich ein grosses Netzwerk von Wissenschaftlern, mit denen ich regelmässig Kontakt habe. Dieser Austausch ist wichtig, da unsere Zeitschrift durch diese Kontakte an Bekanntheit und Attraktivität gewinnt. Für die Wissenschaftler ist die Veröffentlichung ihrer Studien von grosser Bedeutung, da Anzahl und Qualität der Veröffentlichungen u. a. beim Beantragen von Fördergeldern eine wesentliche Rolle spielen.

Als ich selbst noch in der Forschung tätig war, habe ich mit Bienen gearbeitet. Wenn man einmal mit diesen kleinen Tieren zu tun hatte, lassen sie einen nicht mehr los. Mein Job beim JAR ermöglicht es mir, bienenmässig auf dem Laufenden zu bleiben, zumindest bezüglich der angewandten Seite der Forschung.

In den letzten Jahren sind die Bienen verstärkt ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt, das Bienensterben ist in aller Munde. Jetzt schon zeichnet sich ab, dass die diesjährigen Winterverluste hoch sein werden. Genaue Zahlen werden demnächst veröffentlicht. Die Bienengesundheit und der Stand der Forschung auf diesem Gebiet sind also wichtige Themen, und es freut mich, dass ich durch die Arbeit beim JAR mein Scherflein beitragen kann. Artikel in wissenschaftlichen Fachzeitschriften sind in der Forschung – egal in welchem Bereich – ein wichtiges Mittel der Kommunikation und des Wissensaustauschs. Jede Studie, jeder Test und jede Untersuchung bezieht sich auf andere. Beim Lesen der aktuellen Literatur entstehen neue Ideen, neue Fragestellungen, neue Lösungsansätze. Ein Teil der fachlichen Diskussion in der Wissenschaft findet auf dieser Ebene statt. In meiner Tätigkeit als Editorin liegt deshalb eine grosse Verantwortung, denn ich muss dafür sorgen, dass der Veröffentlichungsprozess fair, korrekt, reibungslos und zügig abläuft.

Weil Bienen mir am Herzen liegen, ist die Arbeit für das JAR eines meiner Lieblingsprojekte. Und genau deshalb werde ich mich nun an die Arbeit machen.

Herzlich,

Silke Stach

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